Donnerstag, 20. Dezember 2007

¡Bienvenido Buenos Aires!


Hallihallo! Nach einem doch hoffentlich stressfrei ueberstandenen Weihnachtsfest (das mich hier mehr an Silvester errinnert hat) gruesse ich euch alle ganz herzlich nach meiner etwas laengeren Abwesenheit.


In der Zwischenzeit hat sich so einiges getan, zum Beispiel habe ich das Projekt und den Wohnort nach Buenos Aires gewechselt. Die Gruende dafuer waren nicht zuletzt schon seit einiger Zeit bestehende Zweifel am Sinn meiner Taetigkeiten in Montevideo. Nun ja nach ausreichender Ruecksprache mit den Verantwortlichen ist der Wechsel schnell und reibungslos ueber die Buehne gelaufen.


Mein neues Projekt gehoert der "Fundacion Angelelli" an und befindet sich im Barrio "Tres de Mayo" einem "Asientamento" in Florencio Varela. Wir bieten nachmittags Freizeitaktivitaeten fuer Jugendliche zwischen 13 und 20 Jahren an.

Bisher hat auf mich alles einen sehr positiven Eindruck gemacht, auch wenn die Arbeit mit den Jugendlichen alles andere als einfach ist. Man ist staendig mit ernuechterner Armut, Kriminalitaet und Drogenkonsum konfrontiert. Das gilt auch fuer Buenos Aires im allgemeinen. In dem Moloch tuen sich ungeheure Gegensaetze auf. Das war einer meiner ersten Eindruecke als ich letzten Dienstag am Buquebusterminal ankam und mich durch das ultra-moderne und super-reiche Businessviertel "Puerto Madero" in Richtung des Hauptbahnhofs "Retiro" machte. Zwischen den immensen Hochhaeusern, die ungeheuren Reichtum signalisieren, bricht immer mal wieder die nicht zu verbergende Armut hervor. Ein Obdachloser, der sich zwischen ungeheuren Abfaellen direkt auf die Strasse legt, Kinder, die den Muell nach Essbarem durchsuchen, ein verwirrter Mann, der im Zug halbleere Flaschen leertrinkt. Das alles gehoert hier zum Alltag und regt zum Nachdenken an. Wie ungerecht kann ein Land, oder besser gesagt eine Stadt sein?
Naja ich melde mich demnaechst mit ausfuehrlicheren Infos - muss jetzt zum Flughafen Timo abholen, der mich bis Sonntag besuchen kommt.
Machts gut, bis bald und geniesst die Ferien!
Johannes

Samstag, 10. November 2007

Ausflug nach José Ignacio - das vielleicht schönste Fleckchen Uruguays



Von Donnerstag bis Freitag Abend sind wir (Herr Ihle, Helmut- ein Besucher aus Deutschland, Hans und ich nach) José Ignacio an der Ostküste Uruguays gefahren, wo Ihles ein Ferienhaus besitzen.
Der Ort gilt als Geheimtip nebem dem "Nizza" Südamerikas Punta del Este. Folglich ist der Ort auch ziemlich exklusiv, aber ruhig, Shakira hat dort auch ein Haus.

Unser Auftrag lautete: Bringt das Haus in 2 Tagen möglichst schnell auf Vordermann, dass es den Sommer über vermietet werden kann.
Also haben wir in diesen 2 Tagen sämtliche eklige Pilze mit "Agua Jarne" von den Wänden entfernt, gegipst und gestrichen. Abends gings dann an den Strand und wir haben "Asado" gemacht.

Wie haben in den zwei Tagen gut gearbeitet und das Haus kann nun vermietet werden. Es ist wirklich schön in Jose Ignacio und wer mal zufällig nach Uruguay kommen sollte, der muss auch dort gewesen sein - es lohnt sich. Hier gibt es die verrücktesten und stillosesten Häuser, die ich bisher gesehen habe. Vielleicht verdirbt Geld nicht nur den Charakter, sondern auch den Geschmack?!
Zur Beruhigung kann ich aber sagen, dass das nur für den neueren Teil Jose Ignacios zutrifft, das Haus der Ihles befindet sich im alten und ist ein kleines, altes, aber originelles Fischerhäuschen.

Von der Playa aus konnte man schon die Küste von Rocha sehen, wo im Januar das Zeltlager stattfinden wird.

Was die Arbeit so macht...


Bei der Gartenarbeit - ja das Foto ist gestellt ;)


Am Strand mit Michaela und Eva

So nachdem ich meinen Blog jetzt eine Weile habe Brach liegen lassen, will ich euch jetzt mit ein paar Infos versorgen, was ich in den letzten Wochen so getrieben habe.

Zur Arbeit: Im Büro sind zwischenzeitlich (am selben Tag) beide Computer ausgefallen - genau genommen waren beide schon vorher ein Totalausfall, aber ab dem besagten Tag ging überhaupt nichts mehr. Das hiess für mich eine Woche Gartenarbeit, zusammen mit unserem Hausmeister Hans. Die Hecke musste gestutzt werden und auch sonst sollte der Garten bis zum Gemeindefest (1.12.) top sein. Die Arbeit im Garten hat Spass gemacht und das Resultat kann sich auch sehen lassen.
Apropos Gemeindefest - darum kümmere ich mich im Moment. Es müssen Sponsoren gesucht, oder besser gesagt gefunden werden (Anschreiben an Firmen aufsetzen und sich mit unfreundlichen Sekretärinnen am Telefon rumärgern), die die Tombola und Speisen finanzieren. Dazu bin ich noch am Werbung (Plakate, Flyer, Einladungen) machen, da das Gemeindefest eine wichtige Einnahme für die Gemeinde ist . Wir liegen im Moment gut in der Zeit, allerdings kann man hier Dinge schlecht kalkulieren - irgendetwas kommt immer dazwischen.
Die Spontaneität, oder manchmal besser gesagt die Desorganisation mancher Leute führt bisweilen zu ziemlichem Stress.
Zum Beispiel wurde ich letzte Woche um 6 Uhr morgens angerufen (noch nicht einmal auf dem Handy, so dass die ganze WG inklusive Michaela und Eva, zwei Freiwillige aus Bs As, die für 3 Tage bei mir zu Besuch waren, wachgeworden ist), um sofort im Pfarrhaus den Drucker zu reparieren und ein gaaaanz ganz wichtiges Fax für eine gaaanz ganz wichtige "Reunión" zu verschicken.
Tja, wenn das alles so wichtig war dann frage ich mich warum man das Dokument nicht schon am Tag vorher, oder wenn der Drucker nicht ging per Mail versandt hat?! Naja das ist hier manchmal ein wenig eigen, aber es ist noch alles gut gegangen mit dem Fax und der Reunión.

Ansonsten nimmt das Leben seinen Lauf und es gefällt mir gut. Mal abgesehen von "Notfällen" wie Faxen um 6 Uhr morgens (was hier ziemlich früh ist - da vor 9 Uhr kaum ein Geschäft oder Büro offen hat), ist der Alltag ruhig, aber abwechslungsreich.

Wie schon erwähnt diese Woche waren Eva und Michaela zu Besuch, was ziemlich lustig war und am Montag kommen Jens und Daniel.

Freitag, 19. Oktober 2007

Les presento a una gente...


Mein lustiger Zimmergenosse und "Companero": Pablito


Federico, ?, Pablo & ich

So jetzt seht ihr auch mal ein paar Leute,mit denen ich hier unterwegs bin. Dieses Wochenede wollen Christian und ich mit ein paar Freunden "den höchsten Berg Uruguays" bezwingen. Ja man staune - denn der "cerro" misst immerhin knapp über 500 Meter... könnte fast dem Mount Everest den Eintrag im Guiness-Buch streitig machen.

Zur Arbeit im Pfarrhaus: Wir haben mit den Vorbereitungen für das Gemeindefest begonnen, allerdings sind uns diese Woche verschiedene Dinge dazwischen gekommen. Unter anderem eine Hochzeit, die mehr als nur spontan entschieden wurde (4 Tage vor der Trauung haben wir eine Mail bekommen!) und die Generalversammlung, für die wir im Moment die Finanzen "in Ordnung bringen" müssen, da diese dem Vorstand präsentiert werden.
Im Moment finden auch jede Woche irgendwelche Konzerte statt, die je nach Wetter und Laune der Leute "más o menos" - mehr oder weniger gut- besucht werden.
Demnächst wollen wir die Jugendarbeit in der Gemeinde wieder aufnehmen. Wir wollen einmal pro Woche eine Jugendgruppe organisieren für 10 bis 14 Jährige.

Bleibt nur noch zu sagen, dass es hier schon fast sommerlich warm ist. 30 sommerlich-sonnige Grad hatte es heute, die ich natürlich an der Rambla genossen habe ;)

Donnerstag, 18. Oktober 2007


Die Plaza Zabala


Von links nach rechts: Pati, Gabriel, Belu und Analía.

Dia del Patrimonio - oder Neues aus der "südlichsten Hauptstadt eines unabhängigen Landes"

Letztes Wochenende war ich mit ein paar uruguayischen Freunden am "Dia del Patrimonio" - Tag des Vaterlandes, einer Art kultureller "Tag der offenen Tür"- in der "Ciudad Vieja" unterwegs. Wir haben uns allerhand bedeutende Gebäude angeschaut, Musik- und Tanzveranstaltungen besucht und schliesslich den Tag gemütlich an der Rambla mit "Mate" ausklingen lassen.
Alles in allem war es sehr schön und unterhaltsam mit netten Leuten, von denen ich jetzt auch mal ein paar Bilder online stelle.
Übrigens das Denkmal stammt von der "Plaza Zabala", die nach dem Gründer der Stadt (*1726), damaligen Gouverneur von Buenos Aires, Bruno Mauricio Zabala, benannt ist.

Montag, 1. Oktober 2007


"Uruguay - me encanta"


Die "Playa Ramirez" mit einem schönen Blick auf die "Ciudad Vieja"




Noch einmal die "Playa Ramirez"




Gustavo der Handwerker




links Christian mit Praktikanten aus dem Goethe-Institut




Das "Estadio Centenario" von "Nacional"




Ich beim Ziegelschleppen... ;)




Rafa mein lustiger Mitbewohner (er macht Kendo, ein japanischer Kampfsport mit Schwertern)

"la primavera comenzó" - oder Neuigkeiten aus Uruguay!

Hallo zusammen! Nachdem ich mich jetzt eine Zeit lang nicht gemeldet habe, kann ich nun auch einiges mehr berichten.
Ich habe mich in der Zwischenzeit ziemlich gut eingelebt, oder bin besser gesagt noch dabei. Mittlerweile habe ich auch schon einiges von Montevideo gesehen, aber bei weitem noch nicht alles! Die Stadt ist riesig und es ist immer etwas los... und die "Uruguayos" haben, wie ich gemerkt habe, eine klein wenig andere Mentalität. Es wird nichts, oder nur sehr wenig geplant oder organisiert - das macht man lieber spontan. Zudem geht man die Dinge viel lockerer an, was nicht heissen muss, dass man Hektik und Stress nicht kennt! Doch es ist schon etwas gewöhnungsbedürftig..

Ich wohne mittlerweile in einer WG mit 3 Studenten aus Uruguay zusammen. Meine neue Wohnung ist gut gelegen (800 Meter bis zum Strand, bzw. zur Rambla, der Strandpromenade; 2 Cuadras (150 Meter) bis zur Hauptstrasse und 400 Meter bis zum Busbahnhof) und bei uns ist es sehr lustig. Meine Mitbewohner sind Pablo (24 Jahre; BWL Student), Rafael (24 Jahre; studiert Internationale Beziehungen) und Christian (29 Jahre, studiert Architektur). Mit Pablo teile ich mir das Zimmer, was aber kein Problem ist, da die Wohnung recht gross ist. Ein weiterer Vorteil der Wohnung: wir haben 15 Meter neben uns einen Supermarkt, der 7 Tage die Woche bis 22:00 Uhr offen hat und bei Nacht einen Blick auf den "Eiffelturm"...

Ich habe auch schon ein paar Leute kennengelernt und am Wochenende waren wir in einer "boliche", einer Disco.
Ungewohnt ist, dass die Discos hier erst um 2 Uhr nachts anfangen, dafür aber in der Regel bis 9 Uhr morgends offen haben. Alles in allem war das ein sehr lustiger Abend. Am Sonntag war ich dann mit Christian im "estadio centenario" (was man auch ohne weiteres erlaufen kann) und habe mir das Spiel Nacional gegen Central Espanol angeschaut. Am Ende gabs ein Unentschieden... ich war übrigens für Nacional.

Von meiner Arbeit im Pfarrhaus gibt es auch noch etwas zu berichten: Letzte Woche mussten wir 500 Dachziegel vom Nachbardach in den Garten des Pfarrhauses hinüberschaffen, weil Herr Ihle spontan beschlossen hatte die "tejas" auf "Vorrat" zu kaufen... jaaa auch das gehört zu meinen Aufgaben hier, oder wie Herr Ihle sagen würde: "No es un trabajo lindo, pero hay que hacerlo!" (.."es ist zwar keine schoene Arbeit, aber man muss sie machen!")
Ansonsten komme ich meiner Arbeit im Büro nach, das heisst Telefonate entgegennehmen, die Mails der Gemeinde verwalten, Rechnungen, Papierkram und Konzerte und weitere Veranstaltungen organisieren. Mittlerweile bin ich mit den meisten Dingen ganz gut vertraut, auch wenn es bei den Telefonaten oder Mails zeitweise noch ziemliche Probleme mit der Sprache gibt. Doch wenn ich nicht weiter weiß, helfen mir entweder meine Kollegin Pati (die aber nur Spanisch spricht, obwohl sie in Deutschland geboren wurde) , der Pastor selbst, oder sonst ein Angestellter weiter. ( es klappt mit dem Spanisch immer besser, allerdings habe ich festgestellt, dass ich doch ziemlich viel vergessen habe und es schwerer ist als gedacht - aber ich kann mich mittlerweile verständigen) Im Pfarrhaus, das zum Grossteil auch als Gemeindehaus herhält werden neben mir noch eine Reihe anderer Leute beschäftigt: Hans, als Hausmeister; Gustavo, als Handwerker, Namir die Putzfrau, Pati als Sekretärin, Christian als Schatzmeister und eben der Pastor.

Ansonsten engagiere ich mich Donnerstags Abends in einer Jugendgruppe der Waldenserkirche, wo ich zusammen mit anderen jungen Leuten ein "campamento" - ein Zeltlager für 6 bis 13 Jährige organisiere, das im Februar an der Atlantikküste stattfinden wird. Ich bin auch in einem kleinen Fussballverein, der von meiner Wohnung mit dem Fahrrad 15 Minuten entfernt ist.

Ab nächster Woche fangen Christian und ich mit den Vorbereitungen für das Gemeindefest, den Tag der offenen Tür der CAEM (congregacion evangelica alemana de montevideo - so heisst unsere Gemeinde), der Konfirmation und natürlich Weihnachten an.
Achja das ist natürlich auch anders - das Wetter - der Frühling hat gerade angefangen und Weihnachten wird ziemlich warm werden ;)

naja schaut euch die Bilder an hasta luego

Johannes

Dienstag, 18. September 2007

Ein paar Bilder:


die wahre Herrin des Hauses: Pontus :)

chivitos - eine typische Malzeit

ich auf der "rural" als Gaucho


el jefe - Pastor Ihle


mein Zimmer

die Dachwohnung von aussen

el viaje - die Reise
So nun habe ich endlich mal Zeit gefunden ein paar Bilder online zu stellen. Der Pastor ist für 2 Tage nach Jose Ignacio gefahren. Deswegen ist im Moment alles ein wenig stressig, da ich die meiste Zeit im alleine im Büro bin. Trotz allem arbeite ich mich hier langsam aber sicher ein und die Arbeit macht Spass. Man kommt jeden Tag mit neuen Leuten zusammen und die Arbeit ist unterschiedlich und abwechslungsreich gestaltet.

Die Stadt ist total schön - am Wochenende waren wir auf einer "rural" - einer Landwirtschaftsmesse. Hört sich vielleicht langweilig an, ist es aber bestimmt nicht: Es gab Rodeo-Reiten, jede Menge Stände mit verschiedenen Köstlichkeiten (churypan) und lauter "Gauchos".

Im Moment läuft auch eine Wohnungssuche für mich. Wahrscheinlich werde ich in eine WG ziehen. Nächste Woche weiß ich dann mehr...

Donnerstag, 13. September 2007

¡ Bienvenido Uruguay!

Nach einer mehr als 30 stuendigen Fahrt bin ich gut in Montevideo angekommen. Es liegt wirklich eine "Weltreise" hinter mir: 04:00 Uhr im Auto nach Frankfurt; 08:10 im Flugzeug nach Madrid; 12:20 mit dem Flieger nach Buenos Aires; Ankunft in B.A. um 19:25 (aber Zeitverschiebung -5 h) ; 20:05 mit dem Mietwagen zum Hafen; 24:00 mit dem Schiff nach Colonia; 03:30 mit dem Bus nach Montevideo; Ankunft 06:30 und dann noch 5 Minuten mit dem Taxi zu meinem jetzigen Aufenthalts- und Wohnort.

Das war wirklich der reinste Marathon, vor allem weil ich alleine gereist bin und die ganze Zeit auf mein Gepaeck achten musste. Naja mit Unmengen Kaffee und Cola war das moeglich, auch wenn ich das ein oder andere Mal eingenickt bin.

Die Fahrt war sehr aufregend - ich werde demnaechst, wenn ich Zeit habe ein paar Bilder, auch von meiner Wohnung online stellen.
Apropos Wohnung: Ich bin in einer Wohnung auf dem Dach des Pfarrhauses (was total abgefahren und verwinkelt ist - freut euch auf die Bilder! ;) ) untergebracht. Das Pfarrhaus befindet sich mitten im Zentrum von Montevideo und ist nur 400 Meter vom Strand entfernt.

Heute habe ich schon ein bisschen die naehere Umgebung erkundet und den ein oder anderen kennengelernt. Morgen um 8 gehts los mit der Arbeit. Ich werde von Herrn Ihles Sekretaer Christian, der auch Dozent fuer Architektur an der Universitaet von Montevideo ist, eingelernt.
Die Leute sind alle sehr nett zu mir und ich bin von Herrn Ihle und seiner Frau Sonja sehr gastfreundlich und herzlich aufgenommen worden.

Alles in allem bin ich sehr froh, dass alles so glatt verlaufen ist. ¡Hasta luego y muchos saludos de Montevideo!

Johannes

Montag, 10. September 2007

Abschied nehmen - zum zweiten Mal!

Jetzt wird es wirklich auch langsam Zeit Abschied zu nehmen, für viele zum zweiten Mal, nachdem ich doch schon im Juli das Weite gesucht habe.
Heute Abend steht noch einmal ein Abschiedsessen an mit meinen besten Freunden - eine zweite Abschiedsparty wäre absurd. Morgen gibts dann nochmal ein Essen mit der Family.

Ich freue mich auf das, was auf mich zukommt, trotzdem werde ich meine Freunde und Verwandte hier vermissen.

Sprachlich gesehen wird es auf jeden Fall auch interessant: In Montevideo wird nämlich das sogenannte "Rio-de-la-Plata" Spanisch gesprochen. Da ich seit 2 Jahren kein Spanisch mehr hatte und auch schon viel vergessen und verlernt habe, stellt es doch eine Herausforderung dar.
Ich bin wirklich gespannt was mich dort erwarten wird...

Freitag, 17. August 2007

hier ein paar Bilder aus den ersten drei Wochen

Lucas, Cristina (aus Leon) und ich bei der "Küchenparty"
lustiges Gruppenfoto beim "Festival SPAD"
Styler, Poser, Chiller

Nach dem ganzen Ärger sollte man auf keinen Fall die tolle Zeit während des Sprach- und Kulurkurses in Torre vergessen!

Doch nicht Italien?! Uruguay !!!

Hallo alle zusammen! Viele haben es schon gehört, die anderen können es hier ganz "offiziell" lesen - ich gehe nicht nach Italien, nein das Ziel heißt Montevideo in Uruguay.
Der Hauptgrund warum es mit dem Uliveto im Piemont (meiner ursprünglichen Einsatzstelle) Nichts wurde war, dass die Verwaltung des Uliveto den "finanziellen Aufwand" eines Freiwilligendienstes nicht aufbringen konnte, so dass diese Stelle gestrichen werden musste. Wie dem auch sei - es ist auf jeden Fall schade, dass es nicht geklappt hat. Wir in Torre hatten uns alle super verstanden und es wäre sicher eine tolle Zeit geworden, aber naja... ganz liebe Grüße an dieser Stelle an Mirjam, Julia und Gerold! :)

Was nun aber auf mich zukommt ist sicher genauso spannend: 10 Monate Montevideo - das heißt 10 Monate in einer Südamerikanischen Großstadt als "personal-assistant" von Se
ñor Pastor Juan Armin Ihle.
Meine Aufgabenbereiche werden sein: Büro- und Sekretärstätigkeiten, Fahr- oder Transportdienste, aber auch verschiedene Dienste in der Kirchengemeinde übernehmen. Wohnen werde ich mitten im Zentrum von Montevideo, was mit über 1,5 Millionen Einwohnern als Metropole zählt. Montevideo ist die Hauptstadt Uruguays, das mit nur 3,7 Millionen Einwohnern eines der kleinsten Länder in Südamerika ist. Es grenzt im Norden an Brasilien und im Westen an Argentinien. Das Klima ist wärmer als bei uns - ausserdem ist Montevideo direkt am Meer gelegen. Schnee ist in Uruguay unbekannt.

Alle Vorbereitungen für meinen Abflug am Mittwoch Morgen sind soweit getroffen, jetzt wird es langsam ernst. Ich werde nach Buenos Aires in Argentinien fliegen und von dort aus mit einem Schnellboot nach Montevideo. Die Reise wird sehr lang werden - wahrscheinlich über 24 h!