Donnerstag, 24. Januar 2008

Schock!!!



Diese Nachricht hat mich heute wie ein Schlag getroffen, als ich mich zu gewohnter Uhrzeit zum Projekt aufmachte.
"incendio" , "fuego, fuego" - Brandstiftung, Feuer, Feuer! - so haben mich verzweifelte Rufe erreicht, als ich im Barrio ankam. Gestern Nacht haben unbekannte Personen, vermutlich Bewohner des Asientamiento "3 de Mayo" oder "San Cayetano", Brandstiftung an unserem Projekt geuebt. Da unser Projekt sehr schlicht konstruiert ist/war sind die Schaeden verheerend.
Es wird in der naechsten Zeit keine Essensausgabe geben, da die Kueche mitsamt Kuehlschrank abgebrannt ist, die "Talleres" (Workshops) sind muessen fuer die naechste Zeit auch erst mal eingestellt werden, da nicht nur alle unsere Materialien verbrannt sind, sondern auch unser ganzer Raum, in denen wir die Talleres abhalten.
Aber nicht nur unser Projekt muss die bitteren Konsequenzen des Vandalismus tragen, da es im 3 de Mayo nur begrenzt fliessendes Wasser gibt und bei uns im Zentrum die Grundwasser foerdernde Pumpe einen Knotenpunkt zur Trinkwasserversorgung fuer viele Menschen darstellt, kann man nicht mehr davon ausgehen, dass jede Familie mit genuegend Trinkwasser versorg wird.
Das ist wirklich ein herber Schlag ... Trotz allem geht es weiter - wir lassen uns nicht unterkriegen -

¡Vamos arriba che!

Zusammen mit einigen hilfsbereiten Jugendlichen und Talleristas hat unser Team (Fabio, Claudia, Ariel und ich) die Waende mit einem Schweissgeraet wieder befestigt und angefangen die Elektroleitungen neu zu legen, die ja alle kaputt sind. Morgen kuemmern wir uns als erstes um die Wasserleitungen - alles muss selbst gemacht werden, fuer professionelle Reparatur fehlt das Geld.
Um es noch einmal zu betonen wie schwer das nicht nur uns, sondern vor allem auch die Jugendlichen getroffen hat: das Zentrum ist fuer viele Jugendliche die einzige Moeglichkeit, dem von Drogen-, Gewalt- und Kriminalitaetgepraegten Villa-Alltag wenigstens fuer ein paar Stunden jeden Tag zu entfliehen und auch fuer die meisten die einzige Aktivitaet, die sie machen. Kaum einer geht noch in die Schule.
An den traurigen Gesichtern und Traenen konnte man ablesen, wie ungerecht es ist, Menschen, die eigentlich gar keine Chance haben im Leben noch die letzte Moeglichkeit zu nehmen nicht auf die schiefe Bahn zu geraten.
Ueber die Taeter gibt es Geruechte, jedoch ist das meiner Meinung nach Tratsch. Das wahre Motiv ist politischer Natur, da das Zentrum den Familien, als ehemaligen Landbesetzern geholfen hat gewisse Rechte zu erlangen.
Wie gesagt uns fehlt das Geld an allen Enden: Ich richte hier und jetzt einen Appell an jeden einzelnen, der das liesst! Wenn Sie wirklich an einem prekaeren Punkt helfen wollen, dann koennen sie direkt taetig werden und uns unterstuetzen das Projekt wieder aufzubauen!

Meine Email-Adresse ist jgrs@gmx.de fuer alles weitere und naehre Infos stehe ich persoenlich zur Verfuegung!

Johannes Schwichtenberg

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

nene se te extraña mucho!!!
aunq sea dejame un mensaje en el icq para por lo menos saber q no te olvidaste mio!

espero q andes bien y q te lleve bien buenos aires.
en cualquier momento me voy a vivir a montevideo , asi q te espero para tomar unos mates.


Besosss
se te extraña y se te quiere mucho


Fiore